Angeblicher Hiroshima-Baum im Friedenshain ist in Wahrheit ein Ginkgo aus Kirchrode
Vorfall im Friedenshain in Bult
Im Friedenshain in Bult sorgt eine Verwechslung an einer Mahntafel für Irritation. Ein ursprünglich als aus Hiroshima stammend ausgewiesener Baum ist nach Angaben vor Ort vertrocknet.
Der vertrocknete Baum wurde durch einen normalen Ginkgo ersetzt. Dieser neue Ginkgo stammt aus Kirchrode, steht aber weiterhin unter der alten Mahntafel. Die Inschrift auf der Tafel nennt demnach weiterhin die Herkunft, die nicht mit dem aktuellen Baum übereinstimmt.
Konkrete Situation vor Ort
Die Lage ist klar beschrieben: Der ursprünglich japanische Baum soll Saatgut aus Hiroshima getragen haben, das atomar geschädigt worden war. Dieser Baum ist vertrocknet und nicht mehr vorhanden. An seiner Stelle steht nun ein gewöhnlicher Ginkgo aus Kirchrode, ohne dass die Beschilderung angepasst wurde.
Damit besteht an der Gedenkstätte ein deutlicher Widerspruch zwischen der Beschilderung und der physischen Realität vor Ort.
Offener Informationsstand
Zu Entscheidungen über den Austausch des Baumes oder zur Aktualisierung der Beschilderung liegen keine weiteren Angaben vor. Die Beobachtung bleibt: Ein Zeichen des Erinnerns kann unbeabsichtigt in Widerspruch zu dem geraten, was es eigentlich erinnern soll.
Quelle: Neue Presse
