Bremst Hannover den Wohnungs-Bauturbo aus? Konflikt um alte Gaststätte Wichmann
In Hannover sorgt ein konkreter Fall in Döhren für Diskussionen über städtebauliche Vorgaben und Wohnungsbau. Auf dem Brachgrundstück der ehemaligen Gastwirtschaft Wichmann plant die Stadt, das zulässige Bauvolumen besonders stark zu beschränken. Parallel dazu wird bundesweit mehr Wohnungsneubau in Ballungsräumen gefordert.
Stadtplanerischer Entwurf und Kritik
Der vorgestellte Entwurf sieht eine deutliche Reduzierung des zulässigen Bauvolumens auf dem Grundstück vor. Der Projektentwickler Robert Witt kritisiert den Entwurf scharf und bezeichnet ihn als „kleinkarierten Entwurf“. Nach seinen Angaben könnten auf dem Grundstück fast doppelt so viele Wohnungen entstehen wie derzeit vorgesehen.
Konflikt der Zielsetzungen
Der Fall stellt zwei Zielsetzungen gegenüber: die bundesweite Forderung nach mehr Wohnungsbau und die städtebauliche Begrenzung an diesem Standort in Döhren. Aus den vorliegenden Fakten sind keine konkreten Folgen, keine weiteren Verhandlungen und keine möglichen Anpassungen des Entwurfs ersichtlich.
Ausblick
Die Entscheidung über das Bauvolumen auf dem ehemaligen Wichmann-Grundstück wird damit zu einem Prüfstein dafür, wie streng kommunale Vorgaben mit den Erwartungen von Investoren und dem Bedarf an Wohnraum abgestimmt werden können. Ob und in welchem Umfang es zu Veränderungen am Plan kommen wird, bleibt offen.
Quelle: Neue Presse
