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Hannover: Stadtbibliothek restituiert NS-Raubgut an Enkelin von Else Kreuzer

Die Stadtbibliothek Hannover hat ein Buch, das seit rund 80 Jahren in ihrem Bestand war, an die Enkelin der früheren Eigentümerin Else Kreuzer übergeben. Else Kreuzer starb in der NS-Zeit in einem Konzentrationslager. Die Übergabe erfolgte durch Oberbürgermeister Belit Onay und fand im Rahmen der Überprüfung historischer Bestände statt.

Rückgabe durch die Stadt

Bei einer offiziellen Übergabe übergab Oberbürgermeister Belit Onay das Buch an die Enkelin von Else Kreuzer, die aus Israel anreiste. Die Stadtbibliothek hatte das Werk etwa 80 Jahre aufbewahrt. Die Rückgabe erfolgte, nachdem die Provenienz des Buches als Eigentum eines Holocaust-Opfers erkannt worden war.

Recherche in der Bibliothek

Die Bibliothek verfolgte die Spur der Holocaust-Opfer innerhalb ihres Bestands und konnte durch gezielte Recherchen die Verbindung zu Else Kreuzer herstellen. Anschließend wurde Kontakt zur Familie aufgenommen. Die Stadtbibliothek stellte damit sicher, dass das Werk an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden konnte.

Bedeutung der Maßnahme

Für die betroffene Familie hat die Rückgabe eines Einzelgegenstands eine große persönliche Bedeutung. Für Institutionen wie die Stadtbibliothek Hannover steht die Prüfung historischer Bestände auf mögliche NS-Raubzüge weiterhin auf der Agenda. Die Aktion verdeutlicht, wie lokale Kulturträger Verantwortung für ihr Erbe übernehmen und vergangenes Unrecht sichtbar machen.

Quelle: Neue Presse

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