In einem Fotoband versucht der Fotograf Jérome Gerull, Geschichte und Gegenwart des Stadtteils einzufangen
Der Fotograf Jérome Gerull hat einen Fotoband vorgelegt, der den Stadtteil Linden dokumentiert. Ziel des Bandes ist es, Geschichte und Gegenwart des Quartiers sichtbar zu machen. Dazu setzt Gerull kurze Bildfolgen ein, die unterschiedliche Motive gegenüberstellen und so einen kommentarlosen Blick auf den Stadtraum ermöglichen.
Gegenüberstellungen als Methode
Der Band arbeitet mit knappen Abfolgen von Bildern. Durch die Gegenüberstellung verschiedener Motive sollen Bezüge und Brüche im Quartier erkennbar werden. Die Bildfolgen folgen keiner erklärenden Linie, sondern ordnen Szenen und Objekte zu visuellen Dialogen.
Auswahl der Motive
Die Bandbreite der Motive reicht ausdrücklich „vom Einmann-Bunker bis zur bunten Tüte“. Dieses Spektrum zeigt Kontraste zwischen Bauwerken und Alltagsgegenständen. In der Kombination dieser Motive soll sich die Vielschichtigkeit des Stadtteils ablesen lassen.
Kein Anspruch auf Deutung
Gerull erhebt keinen Anspruch auf eine abschließende Deutung von Linden. Stattdessen dokumentiert er Szenen und Objekte und überlässt es den Leserinnen und Lesern, Verbindungen oder Brüche im städtischen Raum zu entdecken. Der Band bleibt in seinem Ansatz offen und lässt die Fotografien für sich sprechen.
Quelle: Neue Presse
