Klinik für Social-Media-Süchtige in Hannover: Sie weinen, wenn sie ihre Accounts löschen
In Hannover gibt es eine Klinik, die stationäre Behandlung für Jugendliche mit problematischem Umgang mit sozialen Medien anbietet. Betroffene werden dort aufgenommen, wenn ihr Mediengebrauch als riskant oder krankhaft häufig eingeschätzt wird. Ein Besuch auf der Suchtstation macht deutlich, wie stark die emotionale Komponente dieser Abhängigkeit ist.
Stationäre Behandlung in Hannover
Die Klinik nimmt medienabhängige Jugendliche stationär auf und richtet die Behandlung an jungen Menschen mit problematischem oder krankhaft oftem Mediengebrauch. Im Rahmen der Therapie werden Zugänge zu Accounts eingeschränkt oder Profile gelöscht, um Entzugssituationen herbeizuführen und die Abhängigkeit zu behandeln.
Emotionale Reaktionen während des Entzugs
Bei solchen Maßnahmen reagieren viele Jugendliche emotional stark. Während eines Besuchs in der Suchtstation zeigte sich, dass Betroffene mit Tränen reagieren, wenn ihnen der Zugang zu ihren Accounts genommen wird oder sie Profile löschen müssen. Diese Reaktionen veranschaulichen die emotionale Dimension des Problems.
Prävalenz
Als Hintergrund bleibt festzuhalten: Mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen nutzt soziale Medien in riskanter oder krankhafter Weise. Diese Zahl unterstreicht, warum in Hannover eine spezialisierte stationäre Behandlung für medienabhängige Jugendliche angeboten wird.
Quelle: Neue Presse
