Nach Gewalttat von Stade: So will die Region Hannover ihre Jugendamtsmitarbeiter besser vor Gewalt schützen
Jugendamt der Region Hannover kündigt Schutzmaßnahmen an
Sieben Wochen nach der Gewalttat von Stade, bei der sechs Menschen getötet wurden, zieht das Jugendamt der Region Hannover Konsequenzen. Das Amt kündigt an, die Sicherheitsvorkehrungen für seine Mitarbeitenden zu verstärken und begleitende Hilfen zu schaffen.
Konkrete technische und bauliche Maßnahmen
- Kameras sollen zur Überwachung von Dienststellen oder Zugängen installiert werden.
- Alarmuhren sollen Mitarbeitenden ermöglichen, in Gefahrensituationen schnell Hilfe zu rufen.
- Gesicherte Räume werden eingerichtet, um vor Ort Schutzmöglichkeiten zu bieten.
Diese Schritte sind Teil eines Pakets, das das Jugendamt umsetzen will, um die physische Sicherheit der Beschäftigten zu erhöhen.
Balance zwischen Schutz und Nähe
Das Jugendamt betont, dass Schutzmaßnahmen nicht dazu führen sollen, die Nähe zu betroffenen Familien aufzugeben. Nach eigenen Angaben zielen die geplanten Maßnahmen darauf ab, Sicherheit und Zugänglichkeit miteinander zu vereinbaren.
Ergänzend zu technischen Vorkehrungen kündigt das Amt den Ausbau psychischer und fachlicher Unterstützung an. Geplant sind Traumatherapie und Coaching, damit Mitarbeitende Belastungen nach der Tat verarbeiten und ihre fachliche Sicherheit stärken können.
Quelle: Neue Presse
