Streit um Niedersachsens Denkmalschutz-Gesetz – Kommunen begrüßen Einschnitte
Das Land Niedersachsen plant Änderungen am Denkmalschutzgesetz mit dem Ziel, Vorschriften zu lockern und die Verwaltung zu vereinfachen. Nach Angaben der Landesregierung sollen Auflagen und Verfahren reduziert werden, um Verwaltungsvorgänge zu entbürokratisieren.
Vorhaben des Landes
Die Initiative der Landesregierung zielt darauf ab, zahlreiche Vorschriften im Denkmalschutz zu lockern. Konkret genannt wird eine Reduzierung von Auflagen und Verfahren, um Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen. Hintergrund ist die Absicht, bürokratische Hürden bei Bau- und Sanierungsprojekten zu verringern.
Reaktionen
Kritik von Denkmalfreunden und Archäologen
Denkmalfreunde und Archäologen üben harte Kritik an dem Vorhaben. Sie befürchten negative Folgen für den Erhalt historischer Zeugnisse und mahnen, dass Schutzstandards nicht leichtfertig aufgegeben werden dürften. Die Kritiker nannten konkrete Einwände und mögliche Folgen scharf.
Gleichzeitig begrüßen Niedersachsens Kommunen und die Wohnungswirtschaft die geplanten Einschnitte. Der Städte- und Gemeindebund sieht in der Vereinfachung eine Entlastung für kommunale Verwaltungen und für die Umsetzung von Bau- und Sanierungsprojekten. Vertreter der Kommunen betonten, dass mit den Lockerungen Verwaltungsaufwand reduziert werden könne. Die Wohnungswirtschaft hofft auf zügigere Verfahren bei Modernisierungen und Neubauten.
Beim Städte- und Gemeindebund sagte Präsident Marco Trips: „Aber das Geld ist alle.“ Er fügte hinzu, niemand wolle bedeutende Denkmale zerstören.
Quelle: Neue Presse
