1,85 Millionen Kinderporno-Dateien – warum gab es keine Durchsuchung im Büro des Richters?
In der Wohnung eines 63-jährigen Mannes in Hannover wurden nach Angaben vorliegender Informationen fast zwei Millionen Dateien mit Kinder- und Jugendpornografie gefunden. Unklar bleibt, warum nicht auch das Dienstzimmer des Beschuldigten in Thüringen durchsucht wurde. Die Linke will diese Frage im Justizausschuss des Landtages in Thüringen klären. Was die Staatsanwaltschaft dazu sagt, ist in den gelieferten Angaben nicht enthalten.
Fund in Hannover
Nach den vorliegenden Informationen handelt es sich bei dem mutmaßlichen Umfang des Materials um beinahe zwei Millionen Dateien. Weitere Details zu den Funden, etwa zur Art der Dateien, zum Auffindungszeitpunkt oder zu möglichen Ermittlungsmaßnahmen in Hannover, liegen nicht vor.
Klärung im Justizausschuss gefordert
Die Fraktion Die Linke will im Justizausschuss des Thüringer Landtages erörtern, weshalb das Büro des Beschuldigten in Thüringen offenbar nicht durchsucht wurde. Ob und wann der Ausschuss entsprechende Sitzungen oder Zeugenbefragungen plant, ist aus den übermittelten Informationen nicht ersichtlich.
Staatsanwaltschaft
In den vorliegenden Angaben gibt es keine Aussage der Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen oder zu den Gründen, weshalb das Dienstzimmer des Beschuldigten nicht Gegenstand einer Durchsuchung war. Rückfragen an die zuständige Behörde sind demnach notwendig, um weitere Details zu erhalten.
Quelle: Neue Presse
