Er verriet Razzien an Dealer – doch seine Chefin hielt ihn für unmöglich schuldig
Eine frühere Vorgesetzte des korrupten Staatsanwalts Yashar G. aus Hannover hat vor dem Untersuchungsausschuss im Landtag Fehler eingeräumt. Die Behördenleitung wurde unter anderem nicht über die Verhaftung seines Schwagers als Drogendealer informiert. Offen bleibt, warum G. trotz wachsender Zweifel jahrelang die Hand auf sensiblen Drogenermittlungen behielt.
Fehler eingestanden vor Untersuchungsausschuss
Vor dem Untersuchungsausschuss räumte die frühere Vorgesetzte ein, es seien Fehler gemacht worden. Konkrete Details zu den Abläufen oder Entscheidungsgründen wurden in der Erklärung nicht genannt. Die Einschaltung der Behördenleitung sei in mindestens einem Fall unterblieben, so die Mitteilung.
Ausgebliebene Information über Verhaftung
Die Behördenleitung wurde nach Aussage der Zeugin nicht über die Verhaftung des Schwagers von Yashar G. informiert, der als Drogendealer galt. Ob und in welchem Umfang dieser Umstand die Arbeit an laufenden Ermittlungen beeinflusste, wurde nicht geschildert.
Weiterer Verlauf unklar
Bekannt ist allein, dass G. über Jahre hinweg Zugang zu sensiblen Drogenermittlungen hatte, obwohl es nach Angaben der Zeugin wachsende Zweifel gab. Wie diese Zweifel konkret behandelt wurden und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, bleibt offen. Der Untersuchungsausschuss setzte die Aufklärung der Vorgänge fort.
Quelle: Neue Presse
