Angenagte Bäume, sperrige Dämme: Biber erobern Hannovers Wildnis an Maschsee und Leinemasch
In Hannover sorgen Biber an Maschsee und Leinemasch für Diskussionen. Am Westufer des Maschsees sind vermehrt Fraßspuren an alten Eichen und Pappeln zu beobachten, zugleich entstehen dort sperrige Dämme. Einige dieser Dämme liegen in Bereichen, die als Wanderkorridore für Fische ökologisch bedeutsam sind. Die Aktivitäten verändern lokal Struktur und Funktion des Uferbereichs.
Biberaktivität am Maschsee-Westufer
Vor Ort sind an den betroffenen Uferbereichen deutlich erkennbare Veränderungen dokumentiert. Biber knabbern an alten Bäumen und errichten Dämme, die Wasserstände beeinflussen können. Die betroffenen Stellen liegen zum Teil in ökologisch wichtigen Korridoren für wandernde Fische, was die Diskussion über mögliche Folgen anstößt.
Konflikt um Maßnahmen
Der Jagdpächter Heinz Pyka sieht aufgrund der beobachteten Eingriffe Handlungsbedarf. Dem gegenüber steht die Biberberaterin Kristine Gilster, die dem Druck zu handeln widerspricht und eine andere Einschätzung vertritt. Beide Positionen werden in der lokalen Debatte genannt und stehen exemplarisch für die unterschiedlichen Einschätzungen in der Region.
Ausbreitung in Hannover und offene Fragen
Biber sind in Hannover nach Angaben aus der Region auf dem Vormarsch und an Orten wie Maschsee und Leinemasch zunehmend sichtbar. Die Tiere sind streng geschützt. Wie sich die Ausbreitung weiterentwickelt und welche Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind, bleibt Gegenstand der laufenden Diskussionen zwischen den beteiligten Akteuren.
Quelle: Neue Presse
