Morgen war Krieg (2026)
Kurzinfo zum Film
Morgen war Krieg ist ein Drama von Nicolas Ehret (Deutschland 2026) mit einer Laufzeit von 119 Minuten. Im Mittelpunkt steht der junge Jonas, gespielt von Enno Trebs; weitere Rollen sind Ulrich Matthes als Stuber, Naila Schuberth als Leonie und Susanne Bredehöft als Wibke. Der Film verortet seine Handlung in einer nahen Zukunft, in der rechte Kräfte die Regierung stellen und die Gesellschaft zunehmend militarisiert wird.
Inhalt und Bewertung
Jonas entzieht sich einer Generalmobilmachung und sucht zusammen mit seiner Schwester bei seinem Vater Unterschlupf. Während das Haus am Fluss zum Schauplatz familiärer Auseinandersetzungen wird, bringt Wibke als Mitglied einer lokalen Bürgerwehr die politischen Verwerfungen wieder ins Spiel: Am Fluss ist ein Grenzzaun errichtet, in Erwartung von Flüchtlingen. Mit der Ankunft des ersten Flüchtlings gewinnt die Handlung an Fahrt.
Der Film zeigt eine Welt, in der staatliche Strukturen zugunsten des Militärs umgebaut werden; Fernsehnachrichten sprechen von „handlungsorientierter Wehrhaftigkeit“ und einer politisch erzwungenen Neubesetzung des Bundesverfassungsgerichts. Viele konkrete Hintergründe bleiben jedoch diffus: Welcher Krieg an den Grenzen tobt oder die Herkunft der Flüchtlinge werden nicht benannt.
Stil
Die Filmmusik von Birger Clausen und eine kontrastarme, blaugraue Bildgestaltung erzeugen eine permanente, beklemmende Atmosphäre. Regisseur Nicolas Ehret setzt stark auf psychologische Einfühlung und persönliche Perspektive; das Werk bleibt spekulative Elemente schuldig und endet als eindrückliches Symptom der beschriebenen Gegenwartsverwerfungen.
Quelle: Filmdienst
