Hannover: Polizei entfernt Plakate für Demo gegen Burschenschaft – Organisatoren protestieren
In Hannover hat die Polizei im Vorfeld einer für Sonnabend angekündigten Demonstration mehr als 60 Plakate abgehängt. Die Plakate warben für einen Protestzug, mit dem Anhänger der linken Szene gegen eine Burschenschaft in der Nordstadt und deren mutmaßlich rechte Verbindungen demonstrieren wollen. Die Maßnahme löste Kritik bei den Veranstaltenden aus.
Polizei: Gefahrenabwehr als Begründung
Nach Angaben der Polizei entfernten Einsatzkräfte mehr als 60 Demonstrationsplakate im Stadtgebiet. Die Behörden erklärten, dass die Maßnahme der Gefahrenabwehr diene. Nähere Angaben zu konkreten Gefahrenlagen oder zu beteiligten Einheiten wurden nicht mitgeteilt.
Organisatoren beklagen politische Einflussnahme
Die Veranstaltenden reagierten empört auf das Vorgehen der Polizei. Sie bewerteten das Abhängen der Plakate als Eingriff in die politische Betätigung und sprachen von politischer Einflussnahme. Konkrete rechtliche Schritte oder weitere Protestformen kündigten sie nicht öffentlich an.
Geplanter Ablauf und Hintergrund
Für Sonnabend ist ein Protest gegen die Burschenschaft in der Nordstadt angekündigt. Dem Ausgangstext zufolge wollen Anhänger der linken Szene an dem Tag gegen die Vereinigung und deren mutmaßlich rechte Verbindungen auf die Straße gehen. Weitere Angaben zum Ablauf der Demonstration, zur erwarteten Teilnehmerzahl oder zu Gegenaktionen lagen nicht vor.
Quelle: Neue Presse
