Klinikum Siloah verlegt das zertifizierte Brustzentrum in die Region: Das bedeutet auch Mehrarbeit für die Brustkrebsvesrorgung der anderen Zentren in Hannover.die
Das Klinikum Siloah verlegt sein zertifiziertes Brustzentrum innerhalb der Region. Gleichzeitig bündelt das Klinikum Region Hannover (KRH) gynäkologische Expertise im Westen der Region. Hintergrund ist eine neue Regelung für zertifizierte Brustzentren, die Einrichtungen zum Anpassen ihrer Strukturen zwingt.
Hintergrund: neue Anforderungen ab 2028
Nach den angekündigten Vorgaben können zertifizierte Brustzentren ab 2028 nur noch aufrechterhalten werden, wenn ausreichende Fallzahlen im gynäkologisch-onkologischen Bereich nachgewiesen werden. Das Inkrafttreten dieser Regelung setzt die Einrichtungen unter Druck, ihre Strukturen zu prüfen und anzupassen. Am Standort Siloah sind die erforderlichen Fallzahlen nach Angaben nicht gegeben. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Verlegung des zertifizierten Brustzentrums.
Folgen für die Versorgung in Hannover
Die Umstrukturierung hat Auswirkungen auf die Versorgung in der Region Hannover. Andere zertifizierte Brustzentren in der Region werden voraussichtlich mehr Patientinnen versorgen müssen. Das KRH beschreibt die Maßnahme als eine stärkere Verzahnung medizinischer Angebote im Westen der Region. Beteiligte sehen zudem politischen Druck, um die Versorgung langfristig sicherzustellen.
Organisatorische Schritte noch offen
Welche konkreten organisatorischen Schritte folgen, ist bislang nicht genannt. Ebenso fehlen Angaben zu Zeitplan und Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Verlegung und der weiteren Vernetzung der Zentren.
Quelle: Neue Presse
