Corpus Delicti (2026)

Corpus Delicti (2026) — Daten

Corpus Delicti ist ein dystopisches Science-Fiction-Drama aus Deutschland (2026) von Regisseurin Lena Stahl. Der Film dauert 108 Minuten und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh. In den Hauptrollen sind Hannah Herzsprung als Mia, Damian Hardung als ihr Bruder Moritz und Alexander Fehling als Heinrich Kramer zu sehen; Christian Friedel spielt den Strafverteidiger.

Handlung

Die Geschichte folgt der Neurowissenschaftlerin Mia, deren Alltag von der allumfassenden Gesundheitsordnung der sogenannten „Methode“ bestimmt wird. Ein auf ihre Werte abgestimmtes System überwacht sie zu Hause und erinnert an Untersuchungen und Blutwerte; die Gesellschaft kennt keine Krankheiten mehr. Als Moritz verhaftet wird und man seine DNA an einer Leiche findet, gerät Mias Vertrauen in das System ins Wanken. Moritz droht die Einfrierung auf unbestimmte Zeit. Mia sucht verzweifelt nach entlastenden Beweisen. Der Chefideologe der Methode, Heinrich Kramer, mischt sich in den Fall ein und scheint Mia zu unterstützen, doch seine Motive bleiben fraglich. Moritz sucht illegal die „Sperrzone“ auf, einen Teil der Natur, der nicht überwacht wird; dort trifft er Gleichgesinnte.

Inszenierung und Atmosphäre

Das Szenenbild zeichnet eine klinisch saubere, stark überwachte Welt: endlose, leere Hallen in Mias Labor, keine Pflanzen, eine modulierte Stimme als ständige Aufpasserin. Der Film nutzt Thriller‑Elemente, die Spannung speist sich vor allem aus dem ungewissen Schicksal von Moritz. Schauprozesse, Drohnenüberwachung, verlassene Häuser und ein See im Wald verdeutlichen den Kontrast zwischen Kontrolle und privater Natur. Die Verfilmung übersetzt viele Aspekte der Vorlage in lineares, visuelles Erzählen und lässt thematische Parallelen zu Klassikern wie „1984“ oder „Schöne neue Welt“ erkennen.


Quelle: Filmdienst

Ähnliche Beiträge

  • Frost ohne Schnee und Eis

    Dokumentarfilm über eine Eisbärin und ihren schwindenden Lebensraum Frost ohne Schnee und Eis ist ein Dokumentarfilm (Norwegen/Deutschland 2026, 98 Minuten) von Asgeir Helgestad. Der Film begleitet Begegnungen des Naturfilmers mit einer Eisbärin namens Frost auf Spitzbergen und zeichnet nach, wie ihr Lebensraum durch das Verschwinden von Schnee und Eis bedroht ist. Helgestads Erzählung ist persönlich…

  • Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf

    Dokumentarfilm stellt Zeitzeugen Albrecht Weinberg vor Der Dokumentarfilm „Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“ (Deutschland 2026, 92 Minuten) begleitet den Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg (1925–2026) in seinen letzten Lebensjahren. Regie führten Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel. Der Film zeigt Weinberg als hochbetagten Zeitzeugen, der in Ostfriesland in Schulen von seinen Traumata erzählt…

  • Plattfuß räumt auf

    Kriminalkommissar Rizzo („Plattfuß“) jagt zwischen Neapel und Fernost einen Rauschgiftschmugglerring und stellt schließlich einen Verräter aus den eigenen Reihen. Klamottenhafte Unterhaltung mit und für Bud Spencer. (Späterer Titel: „Buddy in Hongkong“/“Plattfuß in Hongkong“)

  • Der perfekte Schein – Der Fall Bojarski

    Filmisches Porträt eines genialen Fälschers Der perfekte Schein – Der Fall Bojarski ist ein französisches Biopic von Jean-Paul Salomé (2025, 129 Minuten), das Leben und Werk des Geldfälschers Czesław Bojarski (auch Jan) nachzeichnet. Stilistisch bewegt sich der Film zwischen Film noir, Heist-Movie und Krimi. Ausgangspunkt ist eine spektakuläre Überfallsequenz in einem Wald: Maskierte Täter entführen…

  • Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise

    Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise ist ein Kinderabenteuerfilm (Deutschland/Österreich 2026, 90 Minuten). Gregor Schnitzler sitzt erneut im Regiestuhl; Nala kehrt in der Titelrolle der Junghexe Bibi zurück. Das langlebige Franchise von Elfie Donnelly wurde schon von Regisseuren wie Hermine Huntgeburth und Detlev Buck verfilmt und erlebt hier nach dem Reboot „Bibi Blocksberg –…

  • Watching People Watching Birds

    Watching People Watching Birds Der Dokumentarfilm Watching People Watching Birds (Deutschland 2026, 96 Minuten) von Ulrike Franke und Michael Loeken porträtiert Menschen, die beruflich oder als Hobbyornithologen eine tiefe Leidenschaft für Vogelbeobachtung hegen. Die Bilder zeigen Beobachtungen in unterschiedlichen Umgebungen: einen ökologischen Garten in Santa Cruz, kalifornien, ein Flussufer im Ruhrgebiet und eine Vogelstation auf…