Mira
Mira (Dänemark, 2025) — leise Annäherung an das Zwischenalter
Der dänische Familienfilm Mira (2025, 85 Minuten) von Marie Limkilde erzählt von einer sensiblen Zwischenphase: Sieben Tage vor ihrem zwölften Geburtstag fühlt sich die gleichnamige Protagonistin noch wie ein Kind, wünscht sich aber zugleich Anschluss an die neuen Regeln der Klasse. Die Verfilmung basiert auf der gleichnamigen Comicreihe von Sabine Lemire und Rasmus Bregnhøi.
Handlung
Mira (Ellen Edith Pultz-Hansen) sehnt sich nach ein wenig Distanz von ihrer Mutter (Signe Egholm Olsen) und nach Anerkennung durch ihre Mitschülerinnen. In die Klasse kommt Beate (Solvej Marie Schunk Jensen), ein Instagram-Star, der mit äußeren Codes wie geflochtenen Zöpfen und offenem Reden über Liebe Eindruck macht. Miras beste Freundin Naja (Filippa Marcella Olesen Olsson) ist davon beeindruckt; Mira fühlt sich bedroht und überlegt, ob sie sich ändern muss, um dazuzugehören. In ihrer Verzweiflung sucht sie sogar nach einer Person, in die sie sich verlieben könnte, und entscheidet sich schließlich für Louis (Hugo Arthy). Kleine Konflikte, etwa die Geburtstagsfeier, werden zum Prüfstein für Miras Selbstbild.
Ton, Stil und Botschaft
Limkilde nähert sich dem Thema mit großer Sympathie und nimmt Mira ernst, ohne die Komik der Situation zu übergehen. Dezent eingesetzte Animationen öffnen Einblicke in Miras Innenwelt; die Filmmusik unterstreicht die melancholische Stimmung. Aus den stilisierten Comicbildern entstehen im Film detaillierte, nahbare Figuren. Die zentrale Botschaft — sich nicht zur Rolle anderer verbiegen zu müssen und selbst zu bestimmen, wer man sein will — bleibt präsent, ohne lehrhaft zu wirken. Insgesamt ist Mira ein behutsamer,
Quelle: Filmdienst
