Serielles Bauen in Hannover: Wende im Wohnungsbau oder Brennpunkte von morgen?
Die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova hat im Roderbruch in Hannover mit seriellem Bauen begonnen. Nach jahrelanger Pause bei Neubauten entsteht dort ein 36-Parteien-Haus aus industriell vorgefertigten Bauteilen. Nach Angaben der Gesellschaft kostet dieses Projekt deutlich weniger als bisherige Neubauvorhaben und soll erst der Anfang sein.
Das Projekt im Roderbruch
Das neue Haus im Roderbruch wird nach Angaben von Hanova aus vorgefertigten Modulelementen errichtet. Die Gesellschaft hebt verkürzte Bauzeiten und niedrigere Kosten als wesentliche Merkmale hervor. Diese Vorteile werden als Argument genannt, um schneller neuen Wohnraum in Hannover bereitzustellen.
Konkrete Angaben zu weiteren technischen Details, Zeitplänen oder künftigen Standorten wurden in den vorliegenden Informationen nicht gemacht. Ebenso liegen derzeit keine öffentlichen Angaben darüber vor, in welchem Umfang diese Bauweise künftig bei Hanova oder anderen Akteuren angewendet werden soll.
Offene Fragen für Politik und Stadtplanung
Unklarheiten zu Folgen und Begleitung
In der Debatte rund um serielle Bauweisen werden Sorgen über mögliche soziale, städtebauliche oder qualitative Probleme geäußert. Konkrete Aussagen zu sozialen Folgen, zur Wohnqualität oder zu Folgekosten liegen bislang nicht vor.
Wichtig für die städtische Diskussion bleiben Fragen zu Qualitätssicherung, Vermietungsstrategien und zur Begleitung der Quartiere. Entscheidungen über Nachverdichtung, Folgeprojekte und Monitoring müssen getroffen werden, obwohl derzeit keine detaillierten öffentlichen Informationen zu weiteren Projekten oder zu Evaluationskonzepten vorliegen.
Ob das serielle Bauen in Hannover eine Wende im Wohnungsbau markiert oder künftig Brennpunkte entstehen, wird laut den vorliegenden Angaben von den kommenden Umsetzungs- und Begleitentscheidungen abhängen.
Quelle: Neue Presse
