Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust
Komödie | Frankreich 2026 | 95 Minuten
Worum es geht
In der Beziehungskomödie „Chéri, ich komme!“ offenbart Fanny, gespielt von Alexandra Lamy, ihrer Sexualtherapeutin, dass sie nach zwanzig Jahren Ehe nie einen Orgasmus erlebt hat. Die Therapeutin wird von der Regisseurin Reem Kherici selbst gespielt. Fannys Geständnis löst ein offenes Gespräch mit ihrem Mann Tom (François Cluzet) aus und bildet den Ausgangspunkt für die gemeinsame Suche nach Lösungen.
Komik trifft Aufklärung
Der Film setzt auf Situationskomik – vom Maßband, das zurückschnappt, bis zum Swingerclub-Auftritt mit FFP2-Maske oder einem vibrierenden Gerät, das als Mobiltelefon getarnt wird. Gleichzeitig liefert Kherici in ihrer Therapeutinnen-Rolle Erklärungen und nennt Zahlen: 30 Prozent der Frauen seien von Anorgasmie betroffen. Szenen wie der Barcode-Gag mit dem Titel „Sex für Doofe“ geben dem Film einen ratgeberhaften Ton – er will auch Eisbrecher sein.
Form, Entwicklung und Ende
Zur zweiten Hälfte verwandelt sich die Komödie in eine Entstehungsgeschichte des an Frauenbedürfnisse orientierten Vibrators „Womanizer“; inspiriert ist das von der realen Entwicklung durch ein deutsches Ehepaar. Tom, ein Ex-Ingenieur mit Werkstatt, tüftelt, Fanny wird seine Komplizin, und das Paar erlebt Hochs, Tiefs und eine erneute Verliebtheit. Regie und Bildsprache sind lichtdurchflutet, der Sex wird ausgespart, der erste Orgasmus wird in Makroaufnahmen und musikalisch gesteigert dargestellt – ein doppeltes Happy End.
Quelle: Filmdienst
