Für immer 16
Für immer 16 ist ein deutscher Drama-Film (Deutschland 2026, 73 Minuten), der als Hommage an die 2021 verstorbene Musikerin und Autorin Françoise Cactus verstanden wird. Cactus’ Gesang ist im Film zu hören, und Brezel Göring hat ein Romanfragment mit dem Titel Lebenslänglich vierzehn für das Projekt verarbeitet.
Film und Entstehung
Der Film entstand als lässige Low-Budget-Produktion, die an wenigen Tagen in Palermo von Freunden realisiert wurde. Erzählt wird die Entstehung eines Filmprojekts: Drei ehemals eng verbundene Freunde mit Undergroundkunst-Vergangenheit treffen sich wieder, machen gemeinsam Urlaub und drehen spontan einen Serienkillerinnen-Film. Der Film-im-Film handelt von einer Serienkillerin, die ausschließlich Männer tötet; mögliche Motive wie Eifersucht bleiben im Drehbuch offen.
Handlung und Figuren
Der Beginn ist in Schwarz-Weiß in Berlin angesiedelt: Charlotte (Lilith Stangenberg) packt ihre Sachen, nimmt Tabletten mit und fährt zum Flughafen. Mit ihr reisen Oskar (Chang Wang) und Helena (Mücke). In Sizilien wechselt das Bild ins Farbliche: Straßencafés, vermüllte Strände und zerrissene Freundschaften. Charlotte war später beim Fernsehen erfolgreich; Helena hat ihr das nie verziehen. Oskar wirkt entrückt, in bunten Kleidern und mit schmalem Schnurrbart.
Inszenierung und Ton
Rudolph (Twiggy Glouglou) tritt als Drehbuchautor auf und wird im Film zum immer wieder getöteten Opfer. Göring setzt auf Super-8-Ästhetik, eine wenig professionelle Nachsynchronisation und mitunter schrammige Songs von Stereo Total. Sein Debüt fügt sich in die Tradition des filmreflexiven Kinos: Das Filmemachen wird zur Möglichkeit eines biografischen Aufbruchs ins Ungewisse.
Quelle: Filmdienst
