Lotte und Totte
Lotte und Totte: Dänische Animation für Vorschulkinder
Lotte und Totte ist ein animierter Kinderfilm aus Dänemark (2025) mit einer Laufzeit von 62 Minuten. Regisseurin Mia Fridthjof erzählt in ihrem Debüt die Geschichte zweier vierjähriger Kinder, die sich anfreunden, miteinander spielen, streiten und sich wieder versöhnen. Die Vorlage liefert die Kinderbuch-Reihe der Schwedin Gunilla Wolde; die Animationen verantwortete Christian Kuntz.
Stil und Erzählweise
Die Bildgestaltung greift den reduzierten Zeichenstil der Bücher auf: gemalte, teils getuschte Hintergründe und klar umrissene Figuren mit deutlicher Mimik. Der Film arbeitet episodisch; parallel entstand eine 16-teilige Serie, und dieser episodische Charakter zeigt sich auch im Film. Kurze, komische Einsprengsel – etwa das romantische Werben zweier Katzen oder die Freundschaft zwischen einem Marienkäfer und einer Schnecke – unterbrechen die Haupthandlung und kommen der Wahrnehmung sehr junger Zuschauerinnen und Zuschauer entgegen.
Für den ersten Kinobesuch
Die Handlung bleibt nah an alltäglichen Erfahrungen: Lotte ist in ein neues Haus gezogen, vermisst den Blick auf den Spielplatz und fühlt sich vernachlässigt, weil die Eltern sich um den neugeborenen Bruder und das neue Zuhause kümmern. Nebenan lebt Totte, den sie wegen des ähnlichen Namens schnell ins Herz schließt. Kleine Konflikte wie ein Kuchenback-Wettstreit und ein Unfall, bei dem Lotte sich leicht verletzt, führen zu leichten Spannungen und zu Lernmomenten – etwa wenn ein überfürsorglicher Vater von einer Ärztin zurechtgewiesen wird.
Der Film ist als Empfehlung für einen ersten gemeinsamen Kinobesuch gedacht: altersgerecht, kurz und emotional, jedoch noch nicht für einen alleinigen Kinobesuch kleiner Kinder.
Quelle: Filmdienst
