Emil und die Detektive (2026)
Emil und die Detektive (2026)
Emil und die Detektive ist eine modernisierte Neuverfilmung von Erich Kästners Kinderbuch aus Deutschland (2026), Laufzeit 100 Minuten. In der Adaption von David Dietl spielt Nicholas Jonah Peter den 12‑jährigen Emil Tischbein, der auf der Zugfahrt nach Berlin bestohlen wird: Der Betrüger Max Grundeis (Merlin Sandmeyer) macht ihn mit geschmuggelten Schlafgummibärchen handlungsunfähig und raubt die mehr als 1000 Euro, die Emil der Oma (Ursula Werner) bringen soll.
Die Kinderdetektive und ihre Spur
Am Berliner Hauptbahnhof beginnt die Verfolgung: Emil trifft in der S‑Bahn Gustav (Kilian Kasa), später stoßen Pony Hütchen (Lara Toni Lüdders), die wohlhabende Dienstag (Bela Luis Plass), Anh (Ai Vy Bui) und Jason (Camille Moltzen) zur Truppe. Mit ungewöhnlichen Mitteln — Dienstags AirPods als Bluetooth‑Peilsender, eine Limousine mit Fahrer, E‑Roller und Proviant — verfolgen die Kinder Grundeis durch Mitte, Lichtenberg und Neukölln. Zwischen Pommes, Currywurst und einem Spree‑Bad bleiben die Abenteuer meist reibungslos, nur einzelne Szenen wie eine Klettersequenz an einer Fassade erzeugen künstliche Spannung.
Stil, Diversität und Kritik
Dietls Film setzt auf Tempo und Unterhaltung und versucht, Berlins demografische Vielfalt abzubilden. Gleichzeitig fallen Klischees und eine teils ungleich verteilte Sozialdarstellung auf: Wohlstandsprivilegien und armutsnahe Lebenswelten der Kinder werden kaum thematisch verbunden. Merlin Sandmeyer überzeichnet den Bösewicht und sorgt für komische Momente; die jungen Darstellerinnen und Darsteller wirken insgesamt natürlich. Ein wenig mehr Kästner‑Esprit und ruhigere Passagen hätten dem hektischen, stellenweise überladenen Werk gutgetan.
Quelle: Filmdienst
