Iván & Hadoum
Iván & Hadoum
Drama | Spanien/Deutschland/Belgien 2026 | 103 Minuten
In seinem Spielfilmdebüt erzählt der spanische Regisseur Ian de la Rosa eine einfühlsame Romanze zwischen dem Transmann Iván und der marokkanischen Saisonarbeiterin Hadoum. Schauplatz ist eine große Gewächshausanlage in der Provinz Almería, in der Iván als Hauptversorger seiner Familie arbeitet und auf eine Beförderung zum Lagerchef hofft. Die Beziehung der beiden, die sich aus Kindertagen kennen und sich wiederfinden, wird von Vorurteilen und den Spannungen am Arbeitsplatz bedroht. Hadoum gerät durch ihr gewerkschaftliches Engagement unter Druck, und die geplante Überprüfung durch eine Inspektorengruppe aus Deutschland sowie die Absicht des Betriebsleiters Manuel, Teile der Belegschaft zu entlassen und die Anlage zu verkaufen, verschärfen die Lage.
Inszenierung und Themen
De la Rosas Drehbuch ist stark autobiografisch: Er verarbeitet eigene Erfahrungen aus der Transition und seinem Leben in Almería. Die Inszenierung verzichtet auf übertriebene Zuspitzungen und setzt auf Leichtigkeit und Zartheit. Die Kameraarbeit von Beatriz Sastre bleibt nah an den beiden Protagonisten und konzentriert sich auf ihr Innenleben; eine Szene, in der die Kamera das Paar mehrfach umkreist, wird als visueller und emotionaler Höhepunkt beschrieben. Der Film bettet die Liebesgeschichte in eine präzise Schilderung des Arbeitermilieus ein und thematisiert die Kluft zwischen Privilegierten und Unterprivilegierten sowie Ressentiments gegenüber Einwanderern.
Besetzung
Quelle: Filmdienst
